Heute möchte ich über ein interessantes Thema philosophieren: Das Du und das Ich!
Also, gehen wir von der These aus, dass wir wir sind, du bist du, ich bin ich,.. dann müßten wir auch davon ausgehen, dass du mich kennst und ich dich. Nun stehen wir aber vor dem seltsamen Graben, der sich Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung nennt, und der alles so seltsam verzerrt, der Wahrheiten verzerrt und Wahrheiten verdeckt.
Du bist also Du…
Ich bin ich….
Das seltsame ist, dass die Wahrnehmung anderer auf deine Person bezogen nie von deiner Person als solches abhängt, sondern immer nur von dem was du tust. Nehmen wir als Beispiel meine Wenigkeit. Solange ich Musik im stillen Kämmerchen mache und nicht preisgebe… solange ich verstecke was ich mache, und nur mein bloßes Ich zeige, hast Du eine ganz milde freundlich wahrnehmung von mir, obwohl ich ganz vor dir stehe. Weil du nicht viele Informationen wechseln mußt. Sobald ich aber alles auf den Tisch lege, was in mir steckt, fängst du an dich zu entscheiden, ob du dich damit beschäftigen möchtest oder nicht. Wenn nicht, dann wirst du schnell ein Urteil fällen und einfach sagen: Micky ist abgehoben, die hat sich so verändert. Oder du mußt dich mit mir auseinander setzen und schauen, ob du die Micky die ich bin mit ihren Aktionen zusammen bringen kannst. Kannst du es, dann heißt es, dass du mich früher sehen wolltest. Kannst du es nicht, dann kannst du doch entscheiden zwischen Wahrheit und Unwahrheit. Abwägen ob du deiner Wahrheit glaubst, oder meiner. Inbezug auf andere, wieviel wahrheit gestehen wir einander zu, selbst wenn wir uns selbst einer Unwahrheit überführen müssen. Wie sehr sind wir bereit unsere eignen Blickwinkel zu verändern, wenn es um Andere geht. Wie viel Freiheit räumen wir einander ein, unsere Wahrnehmung auf sie korrigieren zu DÜRFEN?
Über sich selbst hinauswachsen heißt manchmal aus dem Verständnis der anderen heraus wachsen… das ist auch ein Fakt. Das endet in der Erfahrung die jeder Mensch im Leben macht: es bleiben die wichtigesten Freunde an deiner Seite, die die sehen wollen. Aber das Beziehungsfeld wird dünner.
Und der blieben zu wollen, den alle in einen sehen wollen, heißt in sich zusammen zu schrumpfen, bis sie dich gemütlich in ihre Tasche stecken könne, wo sie dich heraus nehmen können, wann es ihnen passt. Weil sie dich einordnen können.
Ich sehe also dich. Und auch ich tue dir Unrecht. Aber ich will euch aus meiner Tasche herausholen und euch sein lassen.
Ich plädiere für mehr Freiheit der Person und der Seele! Ich plädiere für Aufrichtigkeit und Nachsicht. Ich plädiere für ein Miteinander in dem wir verstehen, das du und ich jeder ein Leben mit anderen Farben lebt. Ich plädiere für Liebe, die einander entgegen geht. Ich plädiere für die Bereitschaft ein wenig Aufwand in den anderen zu stecken und wirklich sehen zu wollen.
Ich plädiere für ein Dasein als 100%-iges DU und ICH!
schaffen WIR das?

am 2. September 2010 um 13:38 Uhr.
Also Micky, ganz ehrlich, ne, dass du selber Songs schreibst habe ich niemals bezweifelt! Selbst damals, als ich dich noch nicht wirklich kannte, war doch klar, dass du Musikerin bist. Das erschreckt mich nicht. Ganz im Gegenteil! Ich freue mich ja!
Ich frage mich, von wem du immer so viel Gegenwind bekommst… Vielleicht verkehre ich in den falschen Kreisen?
Ähm, nö, es sind die Richtigen. Ich würd dann gern mal Mäuschen spielen und während Irgendeiner über dich schimpft dessen Hauptstromkabel durchknabbern…
am 2. September 2010 um 13:46 Uhr.
hahahha… eigentlich habe ich gar keinen Gegenwind!! hahaha… nur ein Gefühl, dass die Leute befremdet sind von mir und zurück haltender sind… so eben…
Eigentlich ist alles in Ordnung! Klang es bitter? Es war wirklich nur nachdenklich gemeint!
Und dich habe ich wirklich nicht gemeint!!! hahahha Wenn alle Welt wie wir wären miteinander, würde man über dieses thema nicht philosophieren müssen! WO?