23. Januar 2012
Montag, den 23. Januar 2012Heute muss ich mal ein etwas oberflächliches Thema aufrollen. Und oh wie passend ist das Wort AUFROLLEN! Vergangenheitsbewältigung! Denn gestern wurde ich mal wieder mit der erschütternden Tatsache konfrontiert: ich war ein Moppelchen. Im Alter von 5 war ich moppelig, sommersprossig, aschblond… erschütternd.
Heute nun akklimatisiere ich mich von diesem Trauma. Zum Glück ist die Natur manchmal gerecht.. und irgendwie hat sich das rausgewachsen, aber oh wie schrecklich sah ich damals aus. Und oh Wunder, dass doch noch eine Wandlung eintrat. Oh Glück oh Jubel.
Ich war hässlich! Nun ist es raus! hahaha
Unfassbar.
Dann fragt man sich, wieviel von diesem Kind steckt noch in einem. Hat es noch etwas mit dir gemein, und man möchte sage: aber Gott bewahre… kein bisschen. Und dann erinnert man sich ein wenig, was in dem kleinen Köpfchen vor sich ging. Wie verträumt und naiv ich die Welt bestaunt hab. Immer abwesend, immer phantasierend. Und dann denke ich, ja, die kleine Micky ist noch da. Und wie sie war, war sie wunderschön. Ein wirklich schöner Geist und schöner Charakter. Und plötzlich finde ich es nicht mehr schlimm, wie ich aussah… denn irgendwie war das Leben nett zu mir und hat diesen Charakter in etwas reinwachsen lassen, das gar nicht so unansehnlich ist…
Trotzdem ist die Konfrontation manchmal schwer.
Wer hat in den Achtzigern bloß diese Klamotten auf den Markt gebracht. Und wer konnte uns solche Haarfrisuren verpassen? Und warum war ich keine zierliche kleine Prinzessin, sondern ein moppeliges Riesenbaby? Man man man…
Traumabewältigung. Vielleicht oberflächlich. Aber im Grunde tiefe Kerben im eigenen Bewusstsein. So ist das als Frau. Dagegen kann man sich nicht wehren.
Aber wie auch immer: das Leben ist schön!
Sehr sogar!
