3. März 2010
Mittwoch, den 3. März 2010Gestern habe ich tatsächlich die erste Version meines Buches durchgelesen, nachdem ich sie ein halbes Jahr versanden lassen hab, da ich fand es wäre fade und dumm. Ich hatte eine neue Version gestartet. Aber gestern las ich die erste Version nach einem halben Jahr… und konnte nicht aufhören zu lesen. Es ist echt gut! Viel besser als meine zweite Version. So viel besser. Der Schreibstil ist viel mehr ich… manno man. Aber mir gefällt die Idee der zweiten Version so gut, die ganze Geschichte. Nun versuche ich die erste so umzustrukturieren, dass ich die fertigen Seiten bestehen lassen kann, aber langsam in die Geschichte, die ich mir ausgedacht habe einflechten kann. Es las sich nicht schlecht! Wenngleich es keine große Buchkunst ist… aber immerhin. Richtig schlecht war es auch nicht! Wäre es nicht traumhaft irgendwann ein Buch fertig geschrieben zu haben? Gar nicht, damit es veröffentlicht wird, nur um soetwas mal abgeschlossen zu haben. Diese hundert angefangenen Manuskripte in meinem Schrank sind ein wenig deprimierend. Es wäre schön, eine Geschichte einmal vollendet zu wissen. Natürlich würde ich sie dann versuchen zu veröffentlichen. Aber das ist nicht der Grund es zu schreiben. Kunst darf sowieso niemals den Grund haben, damit Geld zu verdienen. Es ist immer schön, wenn man hinterher dafür entlohnt wird, wenn man doch etwas damit verdient hat, aber der Ursprung eines Kunstwerkes, eines literarischen Werkes oder sonstiger Kunst sollte immer die Kunst als Kern haben. Es muß der Kunst dienen. Es muß eine Verherrlichung einer Schönheit, einer Idee oder eines Gefühls sein. Einzig und allein dafür… niemals aber mit dem Kern des Geld verdienen wollens. Das verstehen so viele nicht. Und es schließt ja nicht aus, dass man damit Geld verdienen kann. Je authentischer das Kunstwerk ist, desto mehr ist es interessant. Ich wehre mich so sehr dagegen, wenn Leute mir sagen: ich mache es hauptsächlich, damit ich damit viel Geld verdiene um danach noch mehr Kunst machen zu können. Mehr Möglichkeiten zu haben. Das empört mich! Wirklich. Wir können Kunst nicht benutzen. Die Kunst benutzt uns, wir sind nur Werkzeuge um eine Kunst Wirklichkeit werden zu lassen. Und wenn es Geld abwirft, super, wenn nicht, so ist doch das Kunstwerk trotzdem schön und rein! Meine Güte! Ich könnte stundenlang darüber schreiben! Ich möchte natürlich Erfolg haben, ich möchte Geld verdienen… aber ich möchte mir die Freiheit bewahren, Kunst in einem in sich geschützten Rahmen entstehen zu lassen, dort, wo es um einzig die Kunst geht!
Ich glaube, das zu viele Künstler nach der Masse gehen und ihre wahren genialen Ideen verkommen lassen oder kleiner machen, in der Annahme, dass es erfolgreicher ist. Es ist niemals erfolgreicher. Selbst wenn sie eine Million verdienen würden, hätten sie doch das Ziel verfehlt. Die Pointe. Die wahre Idee! Wie traurig! Und wie verschwenderisch! Wenn ich an das geniale Potenzial denke, was dem Mammon (hahaha ich wollte dieses Wort einmal benutzen) zum Opfer gefallen ist! Es macht mich so zornig!
Naja… wie dem auch sei. Ich werde meine erste Version des Buches jetzt wieder aufnehmen und ach ach… es macht Spass! Die Luft ist so voll von Wörtern und Sätzen. Der Frühling ist so… ich weiß auch nicht! Es ist einfach meine liebste Jahreszeit! Ich liebe diesen Aufbrauch, dieses Erwachen. Die Energie die nur in Frühlingssonnenstrahlen liegt. Die ersten Sonnenstrahlen, die das Haar aufwärmen… es ist jedes Jahr aufs neue so verwunderlich schön! Irgendwann mache ich eine Weltreise und ziehe von Land zu Land, immer dem Frühling hinterher. Wenn in dem Land der Sommer anbricht, ziehe ich einfach weiter zum nächsten land, wo er gerade anbricht. Ich denke, so kann man die ganze Welt umrunden und gleichzeitig Frühling in allen Farben und Stimmungen tanken. Das wäre ein wunderbares Ziel für meine Lebensliste!
So… und jetzt…. jetzt versuche ich ein bisschen aufzunehmen! Ich wünschte, ich hätte ein Studio mit tausend Instrumenten darin. ;-)))
Okay… habt einen wundervollen Abend!
