6.Mai 2010
Donnerstag, den 6. Mai 2010Okay…. ich habe einen Denk-Tag! Ich denke, denke denke! Und über was denkt man an einem Denk-Tag nach? Traurig aber wahr: nicht über meine Mitmenschen. Natürlich dreht sich alles um mein eigenes Selbst, mein Ich, mein Ego, MEIN Leben, MEINE Träume. Und am meisten über MEINE Fehler! Ach ihr glaubt nicht, wie Fehlerhaft ich bin. Ihr glaubt nicht, was ich für Kämpfe führe, und manchmal bin ich froh, das ihr es nicht wisst und ich bin froh, das ich eure Kämpfe nicht sehe. Ich bin froh, das wir darüber den Mantel des Schweigens legen, auch wenn ich denke, uns täte mehr Ehrlichkeit gut. Aber manche Kämpfe sind eben unsere Alleinigen…
Es ist so seltsam, dass ein Mensch an sich so viel im Leben lernt, aber so unfähig ist, seine Fehler zu meiden. Das wir eigentlich nicht aus unseren Fehlern lernen. Ich meine, wir erkennen es als Fehler an, aber meistens sind es doch immer die gleichen Fehler, in die wir tappen. Dabei sollten wir als vermeintlich klevere Spezies lernen und anders handeln können. Aber nein… wir mögen unsere kleinen Fettnäpchen viel zu sehr, als das wir lernen, sie zu meiden.
Da stelle ich mir die Frage: wonach suchen wir? Ich meine, irgendetwas muß hinter diesem vermeintlichem Fettnäpfchen ja liegen. Irgendetwas… das uns das verspricht, was wir suchen, auch wenn wir wissen, dass wir es dort nicht finden. Wir Menschen sind so irrrealistisch. So total linkische, irrende Geschöpfe. So verloren in uns selbst. Und doch so wissend. Am Ende doch immer wieder wissend. Und dann auch wieder zweifelnd… und dann wieder suchend. Irrend. Wissend. Zweifelnd. Suchend. Irrend. Wissend,…..
Ich wünschte, ich wäre ein Wissender. Aber ich bin ein Irrender. Oder Suchender. Und bin ich nicht gerade weil ich ein Suchender, Irrender bin, ein Wissender? Weiß ich nicht so viel mehr, als derjenige, der aufgehört hat zu suchen und zu irren. Der sich in seinen Sessel gesetzt hat, aus Angst Fehler zu begehen? Aufgehört hat Fragen zu stellen, weil es vielleicht keine Antwort geben könnte. Aufgehört hat Schritte zu gehen, weil der Nebel ihn erdrücken könnte, der ihm die Sicht verschleiert?
Ich möchte meine Fehler nicht rechtfertigen. Ich möchte lernen, aus ihnen heraus wachsen, durch sie an Größe gewinnen. Ich möchte sie nicht wiederholen, aber ich möchte auch keine Angst vor ihnen haben. Aber was ist es dann.. was mich denken läßt! Als gäbe es nichts weiteres in der Welt, als Gedanken. Aber irgendwo hab ich auch gelesen: Gedanken sind frei… und vielleicht denke ich deswegen.